Konzertberichte

Colour Haze - 9. November, Arena

Mein Höhepunkt des ganzen Road Trip to Outta Space Festivals sollten Colour Haze werden. Doch zuerst spielten die Italiener von Stöner Kebab, die ich zuvor nicht kannte. Sie spielten, glaube ich 4 Songs, jeder mit einer Länge von ca 10 Minuten. Sehr heftig drückende Riffs und ein wirklich sehr tolles Drumming ergänzten sich perfekt um die Nackenmuskeln ins Beben zu bringen. Eine sehr schöne 45 minütige Einstimmung (und Aufwärmübung).
Alsdenn, dann war es soweit. Dass der Sound an diesem Tag bisher so perfekt war, lies mich frohlockend dem Auftritt von Colour Haze entgegensehen, die aber leider nicht Hauptact waren.
Zu Beginn hat sich der Sänger erstmal einen Ofen angezündet, der so groß war wie mein Kopf. Danach ging es sichtlich entspannt zum Soundcheck, wo schon jeder kleine Gitarrenpart mit Applaus bedacht wurde. Begonnen wurde der Auftritt mit "Aquamaria", wie üblich. Danach wurde die frohe Botschaft verkündet, dass ein neues Album im entstehen sei, für das die Aufnahmen bald anfangen würden und dass das Lied "Moon", das als nächstes gespielt würde ein Teil davon sein würde. Wow, also ich kann das neue Album kaum mehr erwarten, Moon hat mich gepackt. Danach wurde der 20 Minütige Epos "Peace, Brothers and Sisters!" durchgeackert. Dann gab es "Tempel". Danach, wenn ich kein Lied vergesse, "Love" das sehr schön eingeleitet wurde: "Was wir als nächstes spielen fängt sehr ruhig an, geht aber heftig zuende - Love". Als Zugabe gab es noch ein Lied des neuen Albums, dass "If" heißen wird. Ein wirklich toller Auftritt.
Die danach kommenden Electric Eels Shock sah ich nur mehr bis zur Hälfte, einerseits weil ich zu fertig war, andererseits weil sie nicht wirklich spannend waren. Allerdings hatten sie sehr viele Fans, die nur für die angereist waren. Jedoch - sobald Japaner mit Musik zu tun haben werden die Fans recht eigenartig, bisweilen überschminkt und Fans des Anime Stiles. Auch wenn die Band mit alledem wenig am Hut hatte.

Fazit: 10/10 Punkte
18.11.07 22:21


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Truckfighters - 8 November, Arena

Der Abend begann so pünktlich, dass ich die erste von vier Bands des Abends fast ganz versäumt habe - The Durango Riot. Von den 3 Liedern die ich gehört habe will ich mir kein Urteil über die Band bilden, sie klangen ganz lustig, hatten aber, zumindest in diesen Liedern, keinen hohen Wiedererkennbarkeitswert.
Danach waren die Österreicher von Sundust dran, die einen zünftigen Stoner-Abend mit "Griaß eich" begannen. Vor dem Konzert habe ich gehört dass Sundust jetzt nicht mehr so toll sein sollen, da sie sie zu viel an Iron Maiden und Konsorten orientieren würden. Da ich sie zuvor nicht kannte kann ich nur sagen, dass ihr Auftritt eine solide Sache war.
Die Dritte Band - Hypnos 69 - fielen aus dem bisherhigen Rahmen. Lange Kompositionen, zum teil ruhig zum anderen sehr heavy zogen sich durch die Halle und verzauberten as Publikum. Mir ist der vergleich mit Porcupine Tree sofort eingefallen, auch wenn sie noch heftiger Bratende Riffs auffuhren. Nach ihrer Stund Spielzeig waren sie so bejubelt worden, dass sie sogar eine Zugabe spielen durften.
Schon recht spät begannen dann die Truckfighters als vierte und letzte Band, die Halle abzutragen. Der Boden in der Arena ist durchaus massiv und stabil, aber er hat bei den Basslastigen Riffs buchstäblich gezittert. Ein tolles gefühl, wenn einem der ganze Körper im Rhythmus vibriert, es reißt einen wirklich mit. Das ging nicht nur mir so sondern auch allen anderen Anwesenden und die "Betäubung" von Hypnos 69 schwang in ausgelassenes herumgespringe um.

Fazit: 9/10 Punkten
12.11.07 19:49


Alabama Thunderpussy, 7. November, Arena

Alsdenn, erste Band des Abends und des "Road Trip to Outta Space" Festivals, waren die Österreicher von Solrize. Gleich eine schöne Überraschung zu Beginn. Der Sound war ganz in Ordnung auch wenn man eigentlich kein Wort des Sängers verstehen konnte, aber solange der Bass so schön brummig ist konnte ich es verkraften, der Groove hat gestimmt. Nach dieser soliden Leistung habe ich mich dann auch dazu breitschlagen lassen für 5 Euro ihre erste Demo CD zu erstehen, weil man von so unbekannten Bands im Internet eigentlich nichts findet, Solrize es aber meinem ersten Eindruck nach wert waren, wieder gehört zu werden.
Kommen wir zu meiner Überraschung des Abends – Firebird. War auf ihrer neuen Platte ihr Sound doch recht dünn und so gar nicht Bassbetont haben die Soundtechniker hier ein Klangwunder vollbracht. Ich glaube nicht, dass Firebird je so einen dicken Sound hatten, ganz großes Kino! Außerdem verstanden es die drei Herren unter anderem mit einer Mundharmonika ordentlich Stimmung zu machen.
Alabama Thunderpussy, der erste Hauptakt, machten ihrem Rang im Line up alle Ehre, auch wenn fast schon zu viele Leute auf der kleinen Bühne herumstanden. Der Sound war mir leider etwas zu Glatt, der Bass war kaum betont. Aber ansonsten hat nichts an der Performance zu wünschen übrig gelassen.

Fazit: 8/10 Punkten
9.11.07 01:18


Dozer - 5. Oktober, Arena

Da man niemals auslernt habe ich auch diesmal wieder etwas dazugelernt. „Beginn 20:00“ bedeutet in der Arena, dass um diese Uhrzeit der Sound check fast beendet ist. Beginn der Show ist dann um 20:45. Gut, sah ich mir inzwischen das feil gebotene Material an. Die Tshirts sahen ganz nett aus, 13 euro, Hoodie für 30. Dazu einige Cds, auch von der Band „Demon Cleaner“ die, wie der name vermuten lässt, ein ziemlicher Kyuss Klon ist. Ich kaufte mit die limitierte Tour Split EP von Dozer/Brain Police. Für 7 Euro sehr vernünftig.
Den musikalischen Anfang haben dann die Niederösterreicher von Stone Circus gemacht. Auch wenn sie aus unseren landen kamen verstand ich zuerst kein Wort der Ansagen, bis dann einmal das wort „wurscht“ viel und ich wusste ich müsste auf Dialekt achten und tatsächlich, es funktionierte. Sie wahren schön tief gestimmt, der Sound war gut, einzig der Sänger hatte das Mikro schlecht eingestellt, sodass man ihn vor lauter brummen kaum verstand. Nach einer halben Stunde war dieser Abschnitt leider schon beendet. Nach einer sehr kurzen Umbaupause kamen Brain Police an die Reihe – 4 Menschen die alle als Wrestler hätten durchgehen können legten sehr rockig los. Die 4 netten Bären aus Island heizten die Stimmung richtig gut an, dazu kam noch ein Kyuss Cover (Green Machine) das sehr solide vorgetragen wurde. (Als der Sänger sagte nun käme ein Cover eines coolen Songs schrie einer aus der Menge „King of the Road says you move to slow!“ – ein intertextueller Verweis quasi.) Der Bass brummte durchgehend so richtig tief und man verstand den Sänger viel besser.
Dozer, der Hauptakt des Abends erschienen kurz nach 22:30 auf der Bühne. Zuerst war der Sound nicht wirklich ideal, doch das besserte sich nach kurzer Zeit wegen dem emsigen Einsatz der Soundtechnikerin. Die Mitglieder von Brain Police nahmen derweilen hinten Platz, um sich der Show von Dozer ebenfalls hinzugeben. Es wurde viel vom neusten Album gespielt, Drawing Dead; Born a Legend; Until men exists no more; The Room, the River, the Revolver; Let the Shit Roll; The Hills have Eyes, und als krönender Höhepunkt, mit mehr Drumming versehen, der 10 minütige Epos Omega Glory. Einzig hier hat gestört, dass man komplett auf die markante Leadguitar verzichtet hat. Ansonsten ein sehr guter Auftritt.  

Fazit: 8/10 Punkten 

6.10.07 02:13


Joanna Newsom – 16. September, WUK

Das WUK ist, vorab gesagt, eine sehr schöne Location, der Arena ähnlich aber mit mehr Pflanzen. Wir waren etwas zu früh dort und konnten daher immer mehr Leute eintrudeln sehen, Leute aller Altersklassen und Sparten. Ich glaube nicht dass ich bei einem Konzert je so viele Leute über 40 gesehen habe.
Nun denn, mit 10 minütiger Verspätung betraten zwei Herren mit Bart und einer Gitarre die Bühne – die Moore Brothers. Die beiden waren recht amüsant und sichtlich aufgeregt. Sie erzählten uns, sogar auf Deutsch, dass sie aus Amerika kämen und dass sie Verwandte her hätten. Und das letzte mal als sie in Wien spielten, wäre das vor 5 Leuten gewesen – alles Verwandte! So ganz glaube ich ihnen das nicht aber ihre Art machte sie symphatisch. Die Gitarre wechselte eigentlich nach jedem Lied hin und her und singen konnten beide auch sehr gut – erinnerten mich ein wenig an Simon & Garfunkel, auch wenn die wirklich besondere Stimme von Garfunkel fehlte. Nach diesem kurzweiligen Auftritt freuten wir uns schon auf Joanna. Und siehe da eine kleine zarte Frau schwebte auf die Bühne – tosender Applaus. Ihre Band brachte sich auch in Stellung – ein Schlagzeuger, eine Violinenspielerin und ein…naja Allroundmensch an Saiteninstrumenten. Da erkannte ich auch das einzige Problem am WUK – die Bühne war zu niedrig, man konnte Joanna kaum sehen da sie ja die ganze Zeit an der Harfe saß. Aber es ging ja eh um die Musik und die war fantastisch. Vor allem das Drumming hat mich Live um einiges mehr begeistert als auf Platte, Joannas Stimme war in echt wirklich so voluminös, so piepsig und schräg – und das alles während ihre Hände die ganze Zeit über die Saiten flogen. Tiefer Respekt für dieses zart aussehende Mädchen (sie ist 22), sie muss Sehnen wie Drahtseile haben. Ihr einziger Kritikpunkt an der Sache war, dass ihr zu heiß war, bei 2 Spots und andauernder Bewegung aber auch verständlich. Zwischen jedem Song (ich glaube Y’s wurde komplett durchgespielt) gab es wirklich starken Applaus, der alle beteiligten Künstler sichtlich freute.
Nach zweieinhalb Stunden Spielzeit hab es noch „Milk Eyed Mender“ als Zugabe und wir verließen das WUK schwebend, mit Harfenklängen im Ohr, in die Herbstnacht.

Fazit: 9/10 Punkten
18.9.07 01:09


Frequency 2007

The Twang
Nun, sie waren die erste band die ich am Frequency gehört habe vielleicht war ich noch nicht aufgewärmt. Sie klangen so, wie es der Name vermuten lässt, kann man sagen. Indiepop eben. Kann ich nicht viel mehr dazu sagen, mir ist keine Textzeile und kein Riff und auch sonst wenig in Erinnerung geblieben.
3/10 Punkte

The View
Das lustigste an ihrem Auftritt war noch, dass sie auf einmal keinen Ton mehr hatten. Da hatte wohl jemand erbarmen und zog den Stecker. Spaß beiseite, so schlecht waren sie nicht, hatten auch irgendwie mehr Energie als Twang, aber so ganz hat es nicht gereicht für mich, es klang immer noch nach dem ewig gleichen, glatten und dünn produzierten Indiegitarrengeschrammel.
4/10 Punkte

…and you will know us by the Trail of Dead
Zuerst war ich mal überrascht, dass Trail of Dead zwei Drummer beschäftigen. Viel überraschter aber war ich, als ich den dauernden fliegenden Wechsel der Bandmember zu sehen bekam. So kann man sagen, dass jeder jedes Instrument bedienen konnte und es auch heftig tat. Durch die beiden Drummer aber vor allem entstand ein richtiger Rhythmus-Sog, dem stand zu halten recht schwer war. Lieb war auch ein Crewmitglied (ich vermute es war ein solcher, er gab ihnen auch die Gitarren, etc), der zuvor das Bühnenbild aufgebaut hatte: Er schien totaler Fan zu sein und ging bei den Songs furchtbar ab und heizte auch das Publikum an.
8/10 Punkte

Eagles of Death Metal
Nach der Absage von Tool waren sie also meine Headliner des Tages, und sie waren Gut. Sehr Gut. Haben es sogar geschafft, meine Laune und musikalische Lust wieder zu heben. Jesse "The Devil" Hughes, der ein Tshirt mit der Aufschrift „Austria“ trug, hatte sofort alle Symphatien. In jeder Pause kam es zu den Üblichen „Eagles, Eagles“ Sprechchören, über die die band sich sichtlich freute. Überhaupt machte es Spaß, auf der Bühne Menschen zu sehen die einfach nur Musikfans waren, und die super gelaunt waren. Es ist jedes Mal eine Freude, die Eagles live erleben zu dürfen.
Gespielt wurden unter anderem „Don’t speak (I came to make a BANG!)“, „Whorehoppin’ (Shit Goddamn)“, „Cherry Cola“, „Stuck in the Middle with you“, „Already Died“, „Who’ll love the Devil“ und viele mehr.
10/10 Punkte

Fotos
Eine Band die ich nicht kannte und die mich positiv überrascht hat. Zuerst die überraschung: Das sind ja Deutsche. Gut, dann versteh ich beim ersten mal hören auch ein paar Texte. Das war aber auch teilweise schlecht, weil die Texte thematisch sehr eingeschränkt waren, nämlich auf den bösen Alltag und dass man wieder Leben soll. Aber das Deichkind-Cover (Remmidemmi) war sehr gelungen. Für die frühe Uhrzeit war das Publikum auch überraschend gut drauf, so gab es „Fotos, Fotos“ Sprechchöre (wenn auch nicht so laut wie bei den Eagles) über die sich die band sichtlich freute. ( „Könnt ihr das mit dem ‚Fotos, Fotos’ noch mal machen? Das hatten wir noch nie“ )
7/10 Punkte

!!!
Klangen, meiner Ansicht nach, sehr anders als auf Platte. Es wuselten eine Menge Leute über die Bühne, bis es mir zu viel wurde und ich mich einfach auf den Rücken ins Gras gelegt habe – dort konnten !!! ihre Wirkung am besten entfalten. Sehr Drummlastig, weniger Elektro. Gefiel mir ganz gut.
6/10 Punkte

Juliette and the Licks
Sie wurden uns von Jesse Hughes empfohlen. Wie könnte man da nein sagen, noch dazu habe ich sie am Southside schon nicht gesehen. Sie warne auch sehr unterhaltsam eigentlich. Das einzige, was nicht so zünden wollte war die rockig-laszive art von Juliette Lewis. Dafür kann sie aber überhaupt nichts, ich finde sie einfach nur nicht sexy. Aber die Musik war Abseits aller Show sehr rockig, einmal nahmen alle Bandmember Drumsticks zur Hand und es wurde eine sehr rhythmische Session an den Drums gestartet. Sehr schöne Sache.
7/10 Punkten

MIA.
Die Frontfrau tanzte zu beginn Engelsgleich mit ebensolchen Flügeln umgeschnallt auf die Bühne. Das ist ein schönes, passendes Bild für MIA. Auch wenn sie die Flügel später ins Publikum warf, das engelsgleiche blieb. Engel tun nie Jemandem etwas, sie geben nie Anlass zu Diskussionen. Selbiges gilt im Grunde auch für MIA.s Musik. Es scheint als würde man sich hier viel Mühe geben, ja keinem auf die Zehen zu steigen, immer schön Harmlos bleiben und viel von Liebe und Freundschaft reden. Fast so harmlos wie die Sportfreunde Stiller, aber musikalisch dann doch um einige Ecken besser.
5/10 Punkte

Beatsteaks
Wenn auch nur von weiter hinten betrachtet, kann ich doch sagen, dass die Beatsteaks eine hervorragende Liveband sind. Trotz besagtem Umstand, dass ich weit hinten stand, was sich bei dem Gedränge vorne als besser erwies, sprang der Funke sehr schnell auf mich über, es machte einfach Spaß. Beatsteaks haben auch die meisten ihrer Songs auf eine solche Situation Maßgeschneidert, in fast jedem Lied kommen im Refrain leicht zu merkende und noch leichter mitzugröhlende Worte vor. So ließ der Frontmann auch die Securitiys einmal zu Wort kommen, sie machten ihre Sache gut. Einzig die kleine Beleidigung gegen die unmittelbar nachher spielenden Nine Inch Nails stieß übel auf „Jetzt kommt noch eine Band und dann die Ärzte“ Damage Damage!
9/10 Punkten

Jan Delay
Alle die dancen wollen die sagen Hey, alle die rocken wollen sagen Ho, ihr seit auf jedenfalls richtig bei Jan Delay. Das stimmt allerdings. So wurden auch die alten Reggea Hits gespielt und gottseidank auch wieder Das Bo gecovert. Das machte schon Laune. Danach gab Herr Eißfeldt einige österreichische Vokabeln zum besten – voll Leiwand halt. Und als er uns dann vorhielt, dass wir Deutschland nichtmal dann im Fußball schlagen könnten wenn wir uns mit der Schweiz zusammentäten, schlug er uns andere lustige Spielchen vor, die sogar das österreichische Publikum beherrschte. Der Chefstyler ganz groß in Form!
9/10 Punkte

Gods of Blitz
Ich habe erst nach der halben Show gemerkt, dass sie eigentlich Deutsche sind, so gut konnten sie den Britischen Akzent nachmachen. War eine solide Show, die gute Laune verbreiten konnte. Einmal kam dem Sänger die innere MIA. Aus und er protestierte gegen ein Plakat einer Strip Clubs und dass das in der Nacht heruntergerissen werden sollte.
7/10 Punkte

The Locos
Ska-Punk macht also immer Spaß, auch wenn man kein Wort versteht, habe ich hierbei herausgefunden. Der Sänger konnte eigentlich kein Englisch aber die Fans machten trotzdem was er wollte, wie hätte man diesem Menschen auch etwas abschlagen können, wo er sich doch solche Mühe ums Publikum gab. So hüpfte er in verschiedenen Verkleidungen auf der Bühne herum, als Militärkommandant, als Priester und so fort. Dazu gab es noch ein Cover von „Don’ worry, be happy“ und Blurs „Song 2“.
8/10 Punkte

Fall out Boy
Sie haben einen sehr energiegeladenen Eindruck gemacht, aber einzelne Lieder konnte ich nicht Auseinander halten, es klang alles irgendwie gleich (wahrscheinlich weil ich die Songs zuvor nicht kannte). Es wurden sogar Michael Jackson und PANIC! At the Disco gecovert, das sorgte für etwas Abwechslung für mich. Gitarrist und Bassist sprangen auch wie wild in der Gegend herum, also es wurde einem nicht langweilig…aber die Musik hatte damit eher weniger zu tun.
6/10 Punkte

Kaiser Chiefs
Es gab schon einige catchy Refrains dabei, und die Band war sichtlich um das Publikum bemüht. Zu Musik kann ich sonst nichts über Besonderheiten sagen, es war eben die ewig gleiche Chartsmusik. Jedoch muss man den Chiefs zugutehalten, dass sie dem Hype nicht nachgelaufen sind, sondern ihn mitgebaut haben. Sie können es auch gut, muss man schon zugeben.
7/10 Punkte

Seeed

Wir sind Seeed, und das ist unser Gebiet! Das stimmt wahrlich. Die Dancehall Maschinen (sie haben fast keine Pausen gemacht) rockten das Frequency noch mal zum Abschluss kräftig durch. War bei den Kaiser Chiefs die Crowd weiter hinten im inneren Wellenbracher, wo ich war, noch recht zäh, sprang bei Seeed alles herum und tanzte. Riesen Bühnenshow, 11 Leute auf der Bühne, und als einziges kleines Minus: Ein zu starker Bass. Es wurden alle Hits gespielt, einziger Song der mir gefehlt hat war „What you deserve is what you get“.
„Ich sage F, ihr sagt Requency!“
10/10 Punkte

22.8.07 13:51


CocoRosie - 11. Juli, Szene Wien

Beim zweiten Besuch in der Szene ist man schon etwas schlauer. "Beginn: 20 Uhr" bedeutet nicht, dass dann das Konzert beginnt, sondern dass sich die Türen öffnen. Dem entsprechend spät kamen die meisten Leute an, vor der Szene standen schon einige Leute mit Schildern, die noch eine Eintrittskarte wollten. CocoRosie scheint wirklich beliebt und/oder nur selten in Wien vorbeizuschauen. Nach dem doppelten Kartencheck und einem Getränk konnte man sich schon in die Halle begeben, in die wir uns auch setzten.
Wie eben in der Szene üblich, betrat jemand um 21 Uhr die Bühne, ein schmächtiger Mann, der nach Hip Hop aussah. Wie sich herausstellte war dieser die "Vorband" und nannte sich Tez. Er war ein ziemlich genialer Beatboxer, der seine technisch einwandfreien Darbietungen mit sehr regem Beifall quittiert bekam.
Nach einiger Zeit, die sich kurz anfühle, kamen auch schon die Casady Schwestern betraten nacheinander die Bühne. Zu meinem positiven Erstaunen schaffte es auch Tez wieder auf die Bühne, der den Beat den gesammten Abend über erzeugte. Auch ein Bassist und ein Mann am Piano waren ausserdem vertreten. Unter Violettem Licht begann nun die Traumreise die sich in einem Kontrast von Opernstimme und Gekrächze, von Harfe und Kinderspielzeugen und von Glücksbärchis zu einem Exorzismus abspielte. Mit einem Wort: Schräg. Aber Gut. Auch die neueren Hip Hop Einflüsse haben sich sehr organisch eingefügt, und langweilig ist einem durch die ganze Abwechslung sowiso nicht geworden.
Der Sound war sehr gut, wenn auch an zwei stellen zu schrill und damit zu laut. Es waren alle leiseren stellen gut zu hören, aber das Anschwellen des Sounds hatte genügend Kraft, nicht zuletzt wegen Tez. Nach kurzer Zeit (seit wann vergeht die so schnell?) wollte man sich schon wieder von der ausverkauften Szene verabschieden, aber das Publikum lies CocoRosie nicht so einfach gehen. Zwei Zugaben später war er dann aber doch vorbei, der Ausflug in die andere Welt.

Fazit: 8/10 Punkte

12.7.07 17:52


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