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Frequency 2007
The Twang Nun, sie waren die erste band die ich am Frequency gehört habe vielleicht war ich noch nicht aufgewärmt. Sie klangen so, wie es der Name vermuten lässt, kann man sagen. Indiepop eben. Kann ich nicht viel mehr dazu sagen, mir ist keine Textzeile und kein Riff und auch sonst wenig in Erinnerung geblieben. 3/10 Punkte
The View Das lustigste an ihrem Auftritt war noch, dass sie auf einmal keinen Ton mehr hatten. Da hatte wohl jemand erbarmen und zog den Stecker. Spaß beiseite, so schlecht waren sie nicht, hatten auch irgendwie mehr Energie als Twang, aber so ganz hat es nicht gereicht für mich, es klang immer noch nach dem ewig gleichen, glatten und dünn produzierten Indiegitarrengeschrammel. 4/10 Punkte
…and you will know us by the Trail of Dead Zuerst war ich mal überrascht, dass Trail of Dead zwei Drummer beschäftigen. Viel überraschter aber war ich, als ich den dauernden fliegenden Wechsel der Bandmember zu sehen bekam. So kann man sagen, dass jeder jedes Instrument bedienen konnte und es auch heftig tat. Durch die beiden Drummer aber vor allem entstand ein richtiger Rhythmus-Sog, dem stand zu halten recht schwer war. Lieb war auch ein Crewmitglied (ich vermute es war ein solcher, er gab ihnen auch die Gitarren, etc), der zuvor das Bühnenbild aufgebaut hatte: Er schien totaler Fan zu sein und ging bei den Songs furchtbar ab und heizte auch das Publikum an. 8/10 Punkte
Eagles of Death Metal Nach der Absage von Tool waren sie also meine Headliner des Tages, und sie waren Gut. Sehr Gut. Haben es sogar geschafft, meine Laune und musikalische Lust wieder zu heben. Jesse "The Devil" Hughes, der ein Tshirt mit der Aufschrift „Austria“ trug, hatte sofort alle Symphatien. In jeder Pause kam es zu den Üblichen „Eagles, Eagles“ Sprechchören, über die die band sich sichtlich freute. Überhaupt machte es Spaß, auf der Bühne Menschen zu sehen die einfach nur Musikfans waren, und die super gelaunt waren. Es ist jedes Mal eine Freude, die Eagles live erleben zu dürfen. Gespielt wurden unter anderem „Don’t speak (I came to make a BANG!)“, „Whorehoppin’ (Shit Goddamn)“, „Cherry Cola“, „Stuck in the Middle with you“, „Already Died“, „Who’ll love the Devil“ und viele mehr. 10/10 Punkte
Fotos Eine Band die ich nicht kannte und die mich positiv überrascht hat. Zuerst die überraschung: Das sind ja Deutsche. Gut, dann versteh ich beim ersten mal hören auch ein paar Texte. Das war aber auch teilweise schlecht, weil die Texte thematisch sehr eingeschränkt waren, nämlich auf den bösen Alltag und dass man wieder Leben soll. Aber das Deichkind-Cover (Remmidemmi) war sehr gelungen. Für die frühe Uhrzeit war das Publikum auch überraschend gut drauf, so gab es „Fotos, Fotos“ Sprechchöre (wenn auch nicht so laut wie bei den Eagles) über die sich die band sichtlich freute. ( „Könnt ihr das mit dem ‚Fotos, Fotos’ noch mal machen? Das hatten wir noch nie“ ) 7/10 Punkte
!!! Klangen, meiner Ansicht nach, sehr anders als auf Platte. Es wuselten eine Menge Leute über die Bühne, bis es mir zu viel wurde und ich mich einfach auf den Rücken ins Gras gelegt habe – dort konnten !!! ihre Wirkung am besten entfalten. Sehr Drummlastig, weniger Elektro. Gefiel mir ganz gut. 6/10 Punkte
Juliette and the Licks Sie wurden uns von Jesse Hughes empfohlen. Wie könnte man da nein sagen, noch dazu habe ich sie am Southside schon nicht gesehen. Sie warne auch sehr unterhaltsam eigentlich. Das einzige, was nicht so zünden wollte war die rockig-laszive art von Juliette Lewis. Dafür kann sie aber überhaupt nichts, ich finde sie einfach nur nicht sexy. Aber die Musik war Abseits aller Show sehr rockig, einmal nahmen alle Bandmember Drumsticks zur Hand und es wurde eine sehr rhythmische Session an den Drums gestartet. Sehr schöne Sache. 7/10 Punkten
MIA. Die Frontfrau tanzte zu beginn Engelsgleich mit ebensolchen Flügeln umgeschnallt auf die Bühne. Das ist ein schönes, passendes Bild für MIA. Auch wenn sie die Flügel später ins Publikum warf, das engelsgleiche blieb. Engel tun nie Jemandem etwas, sie geben nie Anlass zu Diskussionen. Selbiges gilt im Grunde auch für MIA.s Musik. Es scheint als würde man sich hier viel Mühe geben, ja keinem auf die Zehen zu steigen, immer schön Harmlos bleiben und viel von Liebe und Freundschaft reden. Fast so harmlos wie die Sportfreunde Stiller, aber musikalisch dann doch um einige Ecken besser. 5/10 Punkte
Beatsteaks Wenn auch nur von weiter hinten betrachtet, kann ich doch sagen, dass die Beatsteaks eine hervorragende Liveband sind. Trotz besagtem Umstand, dass ich weit hinten stand, was sich bei dem Gedränge vorne als besser erwies, sprang der Funke sehr schnell auf mich über, es machte einfach Spaß. Beatsteaks haben auch die meisten ihrer Songs auf eine solche Situation Maßgeschneidert, in fast jedem Lied kommen im Refrain leicht zu merkende und noch leichter mitzugröhlende Worte vor. So ließ der Frontmann auch die Securitiys einmal zu Wort kommen, sie machten ihre Sache gut. Einzig die kleine Beleidigung gegen die unmittelbar nachher spielenden Nine Inch Nails stieß übel auf „Jetzt kommt noch eine Band und dann die Ärzte“ Damage Damage! 9/10 Punkten
Jan Delay Alle die dancen wollen die sagen Hey, alle die rocken wollen sagen Ho, ihr seit auf jedenfalls richtig bei Jan Delay. Das stimmt allerdings. So wurden auch die alten Reggea Hits gespielt und gottseidank auch wieder Das Bo gecovert. Das machte schon Laune. Danach gab Herr Eißfeldt einige österreichische Vokabeln zum besten – voll Leiwand halt. Und als er uns dann vorhielt, dass wir Deutschland nichtmal dann im Fußball schlagen könnten wenn wir uns mit der Schweiz zusammentäten, schlug er uns andere lustige Spielchen vor, die sogar das österreichische Publikum beherrschte. Der Chefstyler ganz groß in Form! 9/10 Punkte
Gods of Blitz Ich habe erst nach der halben Show gemerkt, dass sie eigentlich Deutsche sind, so gut konnten sie den Britischen Akzent nachmachen. War eine solide Show, die gute Laune verbreiten konnte. Einmal kam dem Sänger die innere MIA. Aus und er protestierte gegen ein Plakat einer Strip Clubs und dass das in der Nacht heruntergerissen werden sollte. 7/10 Punkte
The Locos Ska-Punk macht also immer Spaß, auch wenn man kein Wort versteht, habe ich hierbei herausgefunden. Der Sänger konnte eigentlich kein Englisch aber die Fans machten trotzdem was er wollte, wie hätte man diesem Menschen auch etwas abschlagen können, wo er sich doch solche Mühe ums Publikum gab. So hüpfte er in verschiedenen Verkleidungen auf der Bühne herum, als Militärkommandant, als Priester und so fort. Dazu gab es noch ein Cover von „Don’ worry, be happy“ und Blurs „Song 2“. 8/10 Punkte
Fall out Boy Sie haben einen sehr energiegeladenen Eindruck gemacht, aber einzelne Lieder konnte ich nicht Auseinander halten, es klang alles irgendwie gleich (wahrscheinlich weil ich die Songs zuvor nicht kannte). Es wurden sogar Michael Jackson und PANIC! At the Disco gecovert, das sorgte für etwas Abwechslung für mich. Gitarrist und Bassist sprangen auch wie wild in der Gegend herum, also es wurde einem nicht langweilig…aber die Musik hatte damit eher weniger zu tun. 6/10 Punkte
Kaiser Chiefs Es gab schon einige catchy Refrains dabei, und die Band war sichtlich um das Publikum bemüht. Zu Musik kann ich sonst nichts über Besonderheiten sagen, es war eben die ewig gleiche Chartsmusik. Jedoch muss man den Chiefs zugutehalten, dass sie dem Hype nicht nachgelaufen sind, sondern ihn mitgebaut haben. Sie können es auch gut, muss man schon zugeben. 7/10 Punkte
Seeed Wir sind Seeed, und das ist unser Gebiet! Das stimmt wahrlich. Die Dancehall Maschinen (sie haben fast keine Pausen gemacht) rockten das Frequency noch mal zum Abschluss kräftig durch. War bei den Kaiser Chiefs die Crowd weiter hinten im inneren Wellenbracher, wo ich war, noch recht zäh, sprang bei Seeed alles herum und tanzte. Riesen Bühnenshow, 11 Leute auf der Bühne, und als einziges kleines Minus: Ein zu starker Bass. Es wurden alle Hits gespielt, einziger Song der mir gefehlt hat war „What you deserve is what you get“. „Ich sage F, ihr sagt Requency!“ 10/10 Punkte
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