"Children of Men" ist eine Dystopie, die im Jahre 2027 die Menschheit an den Rand des Abgrundes stellt. Der Jüngste Mensch ist 18 Jahre alt, keiner weiß, warum die Menschheit kollektiv Unfruchtbar geworden ist. Aus Angst vor dem Untergang werden die Regime der Erde zunehmend Totalitär und die ständige Angst kehrt das Schlimmste aus den Menschen hervor. So wird zb auf die jüngsten Entwicklungen in Sachen Terrorismus und politische Praktiken Bezug genommen.
Auch Theodore Faron, die Hauptperson der Geschichte, sieht sich in diesem Strudel aus Depression, Terror und Drogen gefangen. Doch alles ändert sich, als der die 18 Jährige Schwarze Kee trifft.
Rein technisch zeichnet sich dieser Film durch extrem lange ungeschnittene Szenen aus und durch seine kalte Färbung, die seit "Königreich der Himmel" erfolgreichen Einsatz findet. Clive Owen, der den Hauptcharakter spielt ist für mich zwar immernoch "King Arthur" und ich habe mich des öfteren gefragt wo denn Excalibur geblieben ist, aber bald denkt man an nichts anderes mehr, bald ist man tief in die packende Story eingetaucht, in der Angst, Gewalt und Beklemmung so normal zu sein scheinen.
In Amerika bekam der Film ein "R" Rating, soll heißen erst ab 17, ansonsten in Begleitung eines Erwachsenen. Ich führe das nicht unbedingt auf die Gewaltdarstellung oder die Nacktheit (Oh Schreck, man sieht doch tatsächlich einen afro amerikanischen Nippel!) zurück, sondern eher auf das Anarchistische Gedankengut, das der Film Verbreitet. Genau wie es zb mit Fight Club und dessen Rating war, die größte Sorge ist wohl, dass die Jugendlichen Geschmack daran finden könnten, gewaltsam das System zu hinterfragen. So bleibt es eben bei der bloßen Gewalt.