Diese Textübersetzung folgt dem Schema Original (kursiv) - Übersetzung (normal) - Inhalt (bold).
the symptoms of our getting older
the problems that say we don‘t mind
that most of us never get over
the memories mingled with lies
Die Hinweise darauf, dass wir älter werden,
sind die Probleme, die uns sagen, dass es uns nicht kümmert,
dass die meisten von uns sie niemals überwinden,
die Erinnerungen, die mit Lügen vermischt sind.
Ich glaube, dass hier gemeint ist, das "älter werden" als Rasse, nicht als Einzelwesen. Und die Rasse insgesammt kümmert es nicht, dass die meisten Menschen heutzutage "blöd" bleiben müssen. Ein paar Forscher und spezielle Eliten halten einen Wissenscaftlichen Diskurs über etwas, dass die normale Bevölkerung garnicht mehr versteht, diese müssen damit bei den "Erinnerungen und Lügen" bleiben.
coincidence gave a confession
that no one‘s allowed to forget
I don‘t wanna give the impression
that predestination is set
Übereinstimmung gab uns ein Bekenntnis,
dass es uns nicht erlaubt ist, zu vergessen.
Ich möchte nicht den Eindruck erwecken,
dass alles vorherbestimmt ist.
Diese Übereinstimmung, nichts zu vergessen bezieht sich auf die Geschichtsschreibung, genauer gesagt auf die Geschichtsschreibung der Wissenschnaft. So wird es erschwert, sich von alten Theorien, die falsch sind, zu trennen.
Oder andere variante: Ein genauerer Bezug zur Physik, die ja sagt, das Informationen niemals verloren gehen (vielleicht in schwarzen Löchern aber die sind ja nur theoretisch beweisen), und die "Übereinstimmung" ist das System der Physik, das wir alle als gültig anerkennen und dadurch haben wir alle anerkannt, dass niemals information verloren geht.
Der Zweite Teil bezieht sich denke ich auf Determinismus, der in einem herkömmlichen physikalischen Raum herrscht - es ist alles vorherbestimmt, was passiert, nicht so in der Quantenphysik, wo ein paar Dinge nicht deterministisch ablaufen.
the distance will increase the danger
where certainty‘s never enjoyed
regarded as equal yet stranger
embark then embrace then destroy
Die Entfernung erhöht die Gefahr,
wo Sicherheiten niemals genossen,
betrachtet als Gleichgestellte, doch sind wir Fremde,
Einen Anfang machen, dann beinhalten, dann zerstören.
Die ersten beiden Zeilen bezeieh nsich wohl auf Heisenbergs Unschärferelation, die im englischen heisenberg‘s uncertainty principle heißt. Je weiter man entfernt ist, desto ungenauer kann man nur den Standort bestimmen, dager hier als Ungenauigkeit verstanden.
Der zweite Teil bezieht sich wohl auf Physikalische Theorien allgemeiner, die Gesetze des Universums und die Menschheit tun durch die Physik so, als seien die "Freunde" aber in wirklichkeit sind sie noch Fremde. Bei "embark" war eine Übersetzung schwer. Das Wort heißt eigentlich sowas wie "die Segel setzen", was ich als "einen Anfang machen" übersetzt habe, aus ersichtlichen Gründen. Ich denke hier geht es um eine Theoriebildung. Zuerst wird ein Anfang gemacht, dann die Theorie entwickelt, die eine (oder mehrere) andere Theorien dann umfasst, die somit "zerstört" werden.
observing the process will change it
and afterwards even if you
subconsciously rearrange it
it doesn‘t seem any less true
Das Beobachten des Prozesses ändert ihn,
und wenn man es danach
unterbewusst neu ordnet,
erscheint es nicht weniger Wahr.
Das bezieht sich wohl am eindeutigsten auf Quantenphysik, wo es heißt, dass man bei jeder Theorie mitbedenken muss, dass man selbst als Beobachter die ganze Szene verändert. Ausserdem könnte man es als Sinnbild für Wahrheit nehmen.
remnants of thought disappearing
and even transcending concern
disturbing but somehow endearing
conditioned to never unlearn
Reste des Gedankens verschwinden,
und sogar grenzüberschreitende Interessen.
Das ist störend aber irgendwie angenehm,
wir sind konditioniert, das niemals zu verlernen
Hier geht es glaube ich darum, dass Gedanken oder Versuche, die nicht in eine Theorie passen, weil sie nicht erklärbar sind, gerne der Einfachheit halber unter den Tisch fallen gelassen werden. Und nicht nur einzelne Gedanken, sondern auch größere "Gedankengebilde" (so nenne ich das nun mal).
Für die Wahrheitsfindung ist es störend, aber so auch irgendwie angenehm, weil man sich nix neues überlegen muss. Und wir haben uns einfach angewöhnt, dass so zu machen, bis es nicht mehr anders geht.
and no one can tell me to listen
and no one can tell me what‘s right
‘cause nobody has my permission
and no one can see in your mind
in your mind
in your mind
in your mind
Und niemand kann mich zwingen zuzuhören
und niemand kann mir sagen was richtig ist
denn niemand hat meine Erlaubnis
und niemand kann in deinen Verstand sehen
in deinen Verstand
Und trotz all dieser angeblichen Sicherheit die das Regelsystem der Physik bietet, kann mir keiner Vorschreiben, was ich zu glauben habe solange ich ihn nicht "in meinen Verstand reinlasse". Der Verstand ist eine uneinnehmbare Festung. Auch wieder ein schönes Sinnbild für Suche nach Wahrheit / Moral, finde ich.
when magnifications explore
there slowly emerges a pattern
the details you normally ignore
you notice really what matters
Wenn man durch Vergrößern erforscht,
taucht da langsam ein Muster auf.
In den Details die man normalerweise ignoriert,
erkennst du, was wirklich wichtig ist.
Bezug hier glaube ich auf die immer besser werdenden Vergrößerungsmethoden, die uns immer kleiner Grundbausteine erkennen lassen. Und in den allerkleinsten Dingen steckt die allergrößte Wirkung, und die kleinsten Dinge sind die wichtigsten.
there isn‘t a time or a place
only an ebb and a flowing
a permanent repeating space
occuring, connecting and growing
Es gibt weder Zeit noch Ort
nur eine Ebbe und ein Fließen
einen sich dauerhaft wiederholenden Raum
aufkommen, zusammenschließen und wachsen
Meint vor allem, dass die alte Sicht der Physik falsch war, dass es feste Grenzen gibt im Universum. Alles verändert sich ("Man steigt nicht zweimal in den selben Fluss" - Heraklit) und das Universum verhält sich eher wie ein großes Lebewesen, als wie ein logisches Regelsystem.